Dienstag, 22. September 2015

Beton, Furnier und Champagnerkreide... Betonschmuck!

Hallo

Achtung jetzt kommt gleich eine kleine Bilderflut von meinem neuen Betonschmuck!






Tja was soll ich dazu sagen? Auch Schmuck musste mal ausprobiert werden. Denn Betonschmuck ist total im Trend! Ich bin ja eigentlich nicht so eine trendige Person, und Schmuck mag ich am liebsten schlicht und vor allem sehr sehr fein. Ich hätte sogar meinen klassischen in gelbgold gehaltenen Ehering am liebsten noch feiner gehabt und das obwohl ich mir den feinsten ausgesucht haben den es zu kaufen gab. 




Aber da war doch diese Betonsache in Kombination mit Holz die mir seit Anfang des Betontrends im Kopf rum schwirrte. Den ich finde Beton einfach nur so, nicht besonders interessant. Und als ich im Baumarkt diese Betonschmuckstes gesehen habe, nahm die Idee langsam Form an. 





Also dachte ich, giess dir doch so ein paar Plättchen und veredle sie dann mit Furnier! Ich kann es nur wiederholen, Furnier ist eine ganz tolle Sache :-)




Dazu habe ich das Furnier zugeschnitten und mit Modellbaukleber (fragt mich nicht wieso, ich hatte den hier und der klebt super) auf die Betonformen geklebt. Diese dann mit Schraubzangen gut gepresst. Zum Schluss hab ich die Kanten schön abgeschliffen.






Beton mit Furnier fand ich ja schon eine klasse Sache. Und ich hätte gerne noch so einen ultra glänzenden Porzellanlook ganz schön gefunden. Aber das einzige was mir einfiel um etwas in die Richtung zu kreieren war Nagellack oder einfach Lackfarbe. Aber ich hab dann die Idee schnell verworfen, da Nagellack oder Lackfarbe sehr schnell zerkratzt. So Schmuck soll ja auch ein bisschen Hochwertig aussehen oder? :-)





Und so kam ich auf die gute alte Champagnerkreide. Champagnerkreide sieht einfach hochwertig aus. Sie glänzt zwar nicht so schön wie Nagellack, aber dafür ist sie kratzfest.




Die Oberfläche von Champagnerkreide kann man nämlich ganz glatt schleifen, so dass sie wie mattes Porzellan ausschaut. 





Champagnerkreide kenne ich von der Ikonenmalerei, damit wird in einer langen Prozedur der Malgrund hergestellt in welchen das Bild eingekratzt wird. Die meisten kennen sie wohl aber als Untergrund fürs vergolden.






Dazu löst ihr 3 Blatt Gelatine in 1dl heissem nicht siedendem Wasser auf. Gibt dann die aufgelöste Gelatine in ein Glas, worin ihr die Champagnerkreide aufbewahren möchtet. Anschließend lässt ihr 3-4 EL Kreide einsumpfen. Das lässt ihr 10 Minuten stehen und verrührt es dann. Es soll die Konsistenz von flüssiger Sahne bekommen. Dazu rührt ihr noch 1/2 TL Leinöl.  





Um eine Schicht von ca. 1mm zu bekommen müsst ihr ca. 10 Mal kreuzweise drüber streichen. Nach jedem Anstrich, sollte die Kreide gut durchgetrocknet sein. Zum Schluss lässt ihr das ca. 24 Stunden stehen. Danach könnt ihr die Oberfläche glattschleifend und anschliessend polieren. 




Die Champagnerkreide wird mit der Zeit immer dickflüssiger. Wenn sie eingetrocknet ist, könnt ihr sie durch wärmen wieder flüssig machen. Ich lege den Behälter immer in heisses Wasser. 





Champagnerkreide könnt ihr natürlich auch mit Pigmenten einfärben. Und wenn ich jetzt so dran denke, was für eine geniale Sache diese Champagnerkreide ist um Dingen eine schöne matte Oberfläche zu verleihen, kommen die Ideen nur so von selbst :-)Ich werde also in nächster Zeit noch ein wenig damit herumexperimentieren.:-)




So und damit gehts heute noch zum kreativen DienstagHandmadeontuesdayDienstagsding und Meertjes-Stuff und.


Habts's fein.

Nica



Kommentare:

  1. Liebe Nica,
    ich bin ganz begeistert, wieder hast Du aus dem Werkstoff Beton was ganz Besonderes gemacht.... die sind wunderschön, diese Kombination von dem archaischen Beton mit dem feinen Furnier gefällt mir super gut!!!!
    Wow!!! Herzliche Grüße,
    Kebo

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  2. Absolut großartig, deine Schmuckkreationen, liebe Nica!
    Und dein Stil - unverkennbar :-) In Kombi mit dem Furnier als Materialmix einfach unschlagbar.
    Liebe Grüße,
    Sabine

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  3. Wow, auf was für Ideen du immer kommst, echt genial! Deine Schmuckstücke sehen aus wie unbezahlbare Designerteile, wirklich toll geworden! Und Champagnerkreide war mir auch neu, muss ich mir mal merken :) Liebe Grüße!

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  4. Die Anhänger sind der Hammer und danke für die tolle Beschreibung von Champagnerkreide. Hatte ich noch nie davon gehört. Die mit den Goldstreifen gefallen mir besonders und die Kombination mit den goldfarbenen Ketten - Ich bin ganz begeistert !
    LG Bärbel

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  5. Liebe Nica, die Betonanhänger mit Holz zu kombinieren ist eine tolle Idee! Deine Schmuckstücke sind wirklich super geworden! Danke dir auch für die Idee mit der Champagnerkreide. Das hab ich nicht gekannt und find es sehr interessant. Das könnte ich für meine Betonschmuckstücke auch ausprobieren, dafür hab ich nämlich auch noch eine Versiegelung gesucht und wusste nicht was ich nehmen soll. Gerade dass das matte Finish erhalten bleibt, gefällt mir sehr daran! Hab dank für diese tolle Idee! Liebe Grüsse, Nadia

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  6. Wow...ich bin ganz platt von Deinen coolen Designerteilen. Bist Du jetzt mit der Weihnachtsgeschenkeproduktion durch? :o))
    Sie sind so wunderbar, so selbstverständlich. Sehr schick.
    LiebenGruß von Sandra

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    1. Oh ja Weihnachten wäre da ja noch... ich könnte doch mit meinem Schmuck an so einen Weihnachtsmarkt gehen, würde mich noch wunder nehmen ob sich diese Schmuckstücke verkaufen würden :-) Das ist allemal eine Überlegung wert. Aber du hast schon recht, Gedanken über Weihnachtsgeschenke sollt ich mir dennoch machen :-)
      Lg

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  7. Echt jetzt, die sind große klasse. Wieso sind wir von "Oh, Beton!" noch nicht auf die Idee gekommen :)
    Die Kombination der Materialien gefällt mir richtig gut. Lieben Gruß, Yna

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    1. Man kann ja auch nicht an alles denken liebe Yna ;-) Ihr stellt auch wunderschöne Sachen her aus Beton!
      Lg

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  8. Stark!!! Das sind ja richtig kleine Goldstücke! Fantastisch! Deine Kombination von Beton und Holz sieht umwerfend aus. Umwerfend! Es ist der Wahnsinn, welche Materialien perfekt zusammen harmonieren. Man muss es nur wagen und Lust am Ausprobieren haben. Ich bin schon so irre neugierig auf deine weiteren Experimente mit diesen beiden Werkstoffen. Viel, viel Spass beim Basteln, Werkeln und Betongießen!!! Ganz liebe Grüße zu dir... Michaela :-)

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  9. Dich möchte ich ja gerne einmal werkeln sehen, Dein Schmuck ist ganz chic geworden und lässt sicher jedes Architektenherz höher schlagen, meines bummert schon ganz laut ;) !
    Liebe Grüße
    Cora

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    1. Dann sollten wir mal gemeinsam werkeln :-) Wobei ich diesen Betonschmuck so zwischen Stuhl und Bank gemacht habe. Weil ich nur eine Giessform für den Beton hatte :-)
      Lg nica

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  10. wow ! dein Schmuck ist genial
    die Kombination von Holz und Beton mag ich sowieso, und hier hast du das mit den schlichten Formen super kombiniert
    danke auch für das Champagnerkreide-Rezept (kannte ich noch nicht)

    lieben Gruß
    Uta

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  11. Liebe Nica,
    ich bin absolut angetan von den schönen Anhängern!! Einer schöner als der andere - ich könnte mich mal wieder nicht entscheiden. Würde aber SOFORT alle tragen. Wirklich, wirklich toll!!! Hach, ich bin verliebt in die kleinen Schmuckstücke ...
    Liebste Grüße
    Nadja

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  12. die sehen einfach wunderschön aus.

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  13. Sehen wirklich toll aus, deine Schmuckstücke! Ich hab auch schon einen Anhänger gegossen aus dem Schmuckbeton...habe meinen aber mit einem großen Metallcharm veredelt. Leider hatte ich noch keine Zeit darüber zu bloggen. Die Idee mit dem Furnier gefällt mir aber auch sehr gut! Grüßle Ani

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  14. Oh was für traumhaft schöne Ketten :-) die Kombi aus Beton und Holz ist echt genial!

    Liebe Grüße
    Dörthe

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  15. ausgesprochen gelungen!
    herzliche Grüße, ich geh' jetzt Zwetschgen kaufen ;-)

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  16. mensch, das schaut ja toll aus! ich bin bei schmuck auch immer sehr kritisch, meistens ist er mir zu verspielt oder zu 08/15. ;-)
    deine kreationen hauen mich aber echt um, vielen dank für´s zeigen. :-)

    lg rebecca

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  17. eine grandiose Idee! Ich mag die Mischung aus rauem Beton mit dem Holz und Metallglanz. WUNDERSCHÖN!

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